Pressemitteilung T.Luhm vom 20.06.2017:

„Frau Ministerin Heiligenstadt: „Es fehlen Schulsozialarbeiter an den Schulen in meinem Wahlkreis“.        

                                         

 

Luhm: In der Region Hannover, hier im Wahlkreis 35, verfügen noch lange nicht alle Schulen über Schulsozialarbeiter

Hemmingen/ Ronnenberg/ Springe/ Wennigsen

Der CDU-Landtagskandidat Torsten Luhm hat die mangelhafte Ausstattung der Schulen in der Region Hannover, hier im Wahlkreis 35, mit Schulsozialarbeitern kritisiert. „Kultusministerin Heiligenstadt hat bei der Umsetzung der schulischen Sozialarbeit in Landesverantwortung versagt. Die versprochenen Verbesserungen sind ausgeblieben. Vielerorts besteht sogar die Gefahr, dass es zu einer Rückabwicklung bestehender Angebote der Schulsozialarbeit kommt“, sagt Luhm. „In einigen von mir in den letzten Wochen besuchten Schulen meines Wahlkreises wurde mir diese Problematik sehr deutlich anhand von Ereignissen im Schulalltag beschrieben. Allzu oft hat die Schulleitung Konflikte alleine zu lösen und muss sich mit Eltern und Kindern regelmäßig auseinandersetzen“, so Luhm.

Landesweit verfügten gerade einmal sieben Förderschulen über schulische Sozialarbeit – Gymnasien würden vom Land gar keine Stellen zur Verfügung gestellt, so Luhm. Dies gehe aus der Antwort auf eine CDU-Anfrage im Landtag hervor. In der Region Hannover, hier in Hemmingen, Ronnenberg, Springe und Wennigsen, stünden noch 21 Schulen (Stand: 05/2017) ohne die geringste Stellenzuweisung da:

  • Grundschule Ronnenberg, GS Benthe, GS Theodor Heuss Ronnenberg, GS Regenbogenschule Ronnenberg, Förderschule-LE Gustav Heinemann Ronnenberg, Förderschule-GB Selma Lagerlöf Ronnenberg
  • Grundschule Hemmingen-Westerfeld, GS Hiddestorf, GS Wäldchen Hemmingen
  • Grundschule Gestorf, GS Bennigsen, GS Hallermund Springe, GS Hinter der Burg Springe, GS am Ebersberg Springe, GS Christian Flemes Springe, RS Heinrich Göbel Springe, Gymnasium Otto Hahn Springe, Förderschule-LE Peter Härtling Springe, Förderschule-GB Janusz Korczak Springe
  • Grundschule Bredenbeck, GS Wennigsen

„Die Benachteiligung einiger Schulformen durch Kultusministerin Heiligenstadt ist durch nichts zu rechtfertigen. Wir fordern die Landesregierung auf, Förderschulen, Grundschulen und Gymnasien in gleichem Maße mit Schulsozialarbeit auszustatten wie die übrigen Schulformen. Auch die Schlechterstellung von Halbtagsschulen muss beendet werden“, forderte der CDU-Landtagskandidat Luhm.

„Von der angekündigten systematischen Ausstattung mit Schulsozialarbeit sind die Schulen in Niedersachsen weiter entfernt denn je. Die Kultusministerin muss zum neuen Schuljahr nachsteuern“, sagte Luhm.

Die CDU-Landtagsfraktion unterstütze ferner die Forderung von Verbandsvertretern nach einem Gesamtkonzept, das auch die Einbindung Freier Träger mit berück-sichtige. „Dies entspricht dem, was die CDU seit Bekanntwerden der rot-grünen Pläne immer wieder im Landtag gefordert hat“, sagte Luhm und verweist unter anderem auf den Antrag der CDU-Landtagsfraktion „Schule als Lern- und Lebensort gestalten – Schulsozialarbeit ausweiten und verstetigen“ (Drs. 17/5860).

 

 

 

24.05.2017 – „Im täglichen Unterricht in unseren Schulen, in unseren Kitas und Krippen entscheidet sich die Zukunft unseres Landes. Die Qualität der Bildung entscheidet über unsere Lebensqualität von morgen“, erklärte Dr. Bernd Althusmann, CDU-Landesvorsitzender und Spitzenkandidat für die Landtagswahl, bei der Vorstellung des Bildungspapiers „Besser lernen und Niedersachsens Zukunft gestalten!“.

 

 Besser lernen und Niedersachsens Zukunft gestalten!

Eingebettet in die gesamte Gesellschaft finden Bildung und Erziehung im Elternhaus, in den Bildungseinrichtungen und vor allem in deren Zusammenspiel statt. Die Qualität der Bildungsangebote von heute entscheidet über unsere Lebensqualität von morgen. Bildung ist unser Rohstoff, um langfristig unseren Wohlstand zu sichern. In unseren Kitas und Schulen entscheidet sich die Zukunft unseres Landes. Der Schlüssel für gute Bildung liegt zunächst im Elternhaus und in der Verantwortung der Eltern. Eltern sollen für ihr Kind in den Krippen und Kitas einen Bildungs- und Betreuungsplatz finden und es wird in Niedersachsen ab 2018 eine Unterrichtsgarantie geben.

Lehrkräfte und Schulleitungen, Erzieherinnen sowie in der Kindertagespflege tätige Menschen sind der entscheidende Erfolgsfaktor von guten Schulen und guten Kitas. Ihnen gilt unsere hohe Wertschätzung. Ohne ihr tägliches großes Engagement und ohne ihre pädagogischen und fachlichen Leistungen kann es in Niedersachsen keine guten Bildungsangebote geben. Das vorrangige Merkmal von Bildung ist und bleibt deren Qualität. Alle unsere bildungspolitischen Anstrengungen konzentrieren sich daher auf das Ziel von guten Kitas und auf das Ziel guten Unterrichts. Das ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Bildungskette von der Krippe über die Schulen bis hin zur Ausbildung und zum Studium. Unser Staat, unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft profitieren von der Vielfalt der Ideen, der Begabungen und Talente der niedersächsischen Bürgerinnen und Bürger.

Diese Vielfalt zu fördern, ist eines unserer vorrangigen Ziele. Deshalb wollen wir Übergänge zwischen den Bildungswegen und Schulformen jederzeit ermöglichen. Dabei sind die allgemeine und die berufliche Bildung gleichwertig. Wir unterstützen daher die Städte und Gemeinden bei der Bereitstellung guter Bildungsangebote und wir setzen uns dafür ein, dass der Bund und die Länder bei den Herausforderungen der Zukunft stärker kooperieren.

Wir wissen um die Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, bei der Inklusion, bei der Integration, bei der frühkindlichen Bildung und bei den Ganztagsschulen. Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit in Krippen, Kindergärten und in Schulen. Damit steigen die Ansprüche an die Qualität und an die Ausstattung der niedersächsischen Bildungseinrichtungen.

Für uns ist klar:

  • Bildungspolitische Entscheidungen auf Landesebene dürfen nicht zu Lasten der Kommunen gehen. Es gilt der Grundsatz der Konnexität.
  • Ab 2018 wird durch die Anhebung der Steuerverbundquote die Investitionsmöglichkeit für Schulbauten deutlich verbessert. Ziel ist es, die Kommunen bei notwendigen Bauvorhaben und Modernisierungen von Bildungseinrichtungen zu unterstützen.

 

  1. Vorfahrt für Unterricht! – Garantiert!

Die Unterrichtsversorgung muss in ganz Niedersachsen flächendeckend gesichert sein. Das gilt sowohl für allgemeinbildende als auch für berufsbildende Schulen. Es müssen deutlich mehr Lehrerstunden im konkreten Unterrichtseinsatz, also direkt beim Kind, ankommen. Wir wollen daher nicht kürzen, sondern eine zielgerichtete und bessere Verteilung von Unterrichtsstunden sowie den klugen Einsatz von Lehrkräften garantieren. Die Unterrichtsversorgung wird so gesichert und die Unterrichtsqualität wird entsprechend weiter verbessert. Die Verbesserung der Unterrichtsqualität ist aber keine alleinige Aufgabe der einzelnen Lehrkraft, sondern sie ist Landesaufgabe. Dabei werden wir das Grundprinzip des Förderns und Forderns als Leitidee wieder nach vorn stellen. Wir sagen: Mehr Unterricht nicht nur wollen, sondern auch machen! Das ist unsere Aufgabe!

Folgende Aspekte stehen dabei für uns im Mittelpunkt:

  • Ganztagsangebote verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Qualität unseres Bildungssystems. Das gilt für Angebote der frühkindlichen Bildung ebenso wie für unsere Schulen. Dazu gehört das Mittagessen ebenso wie in der Schule die Unterstützung bei den Hausaufgaben durch Lehrkräfte, die im Rahmen eines Hausaufgabenpools den Kindern zur Verfügung stehen werden.
  • Alle Schulen in Niedersachsen sollen ihren Schülerinnen und Schülern bis 2023 ein umfassendes Ganztagsangebot unterbreiten.
  • Wir werden für die allgemeinbildenden Schulen deutlich mehr als 100 Prozent Unterrichtsversorgung im Landesdurchschnitt sicherstellen. Dabei muss der Pflichtunterricht nach Stundentafel im Mittelpunkt stehen. Keine Schulform darf bei der Ausstattung mit Lehrkräften benachteiligt werden. Hierbei setzen wir u.a. beim Vorbereitungsdienst auf die vollständige Ausschöpfung verfügbarer Plätze und die Erhöhung der Zahl der Unterrichtsstunden in eigener Verantwortung. Außerdem setzen wir auf eine Priorisierung des Pflichtunterrichts bei der Stundenzuweisung.
  • Alle Lehrerstunden, die nicht unmittelbar dem Unterricht zugutekommen, müssen wir auf den Prüfstand stellen. Unser Ziel ist es, dass andere als unterrichtliche Aufgaben von Verwaltungspersonal, pädagogischen Mitarbeitern oder Schulsozialarbeitern übernommen werden. Lehrerinnen und Lehrer sollen sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren: auf guten Unterricht!
  • Wir werden nach der Landtagswahl am 14. Januar 2018 umgehend eine „Stabsstelle Abitur 2020/21“ im Kultusministerium einrichten. Durch die Wiedereinführung des Abiturs nach neun Jahren am Gymnasium (G9) entsteht im Schuljahr 2020/21 eine Sondersituation: Zum einen droht ein Lehrermangel durch die verlängerte Schulzeit. Zum anderen werden 2020 einmalig weniger Abiturientinnen und Abiturienten die Oberstufen der Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen verlassen. Um die Auswirkungen für den Ausbildungsmarkt und für die Hochschulen angemessen einschätzen und bei Problemlagen gegensteuern zu können, muss die Stabsstelle ressortübergreifend und unter Einbindung von Expertinnenund Experten arbeiten.
  • Wir werden eine unabhängige Erhebung der Lehrerarbeitszeit auf den Weg bringen, die Klarheit über die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden unserer Lehrkräfte gibt.
  • Alle Schulen werden künftig zur Verbesserung der Transparenz die erteilten und dieausgefallenen Unterrichtsstunden digital erfassen. Dazu wird ein entsprechendes Datennetzwerk aller Schulen in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde bis 2020 eingerichtet.
  • Für Lehrkräfte und für Schulleiterinnen und Schulleiter wird eine kontinuierliche und verpflichtende Fortbildung zu Themen der Unterrichts- und Schulqualität eingeführt.
  • Lehrkräfte sollen künftig regelmäßig geschult und fortgebildet werden.

 

Besuch in der KGS Empelde – Gespräch mit Dr. Hellberg und Herrn Warneke, Schulleitung

Begleitung: Frau Menzel und Herr Hüper, CDU-Fraktion Ronnenberg

  1. Inklusion heißt: Jedes Kind auf seinem Weg zum Bildungserfolg führen!

Kinder und Jugendliche mit Unterstützungsbedarf können erfolgreich an Regelschulen lernen. Für Kinder und Jugendliche mit größerem Unterstützungsbedarf bieten hingegen spezialisierte Förderschulen bessere Voraussetzungen. Das Wohl des Kindes ist Maßstab und Entscheidungsgrundlage für den richtigen Weg zwischen Regel- und Förderschule. Daher wollen wir Eltern in die Lage versetzen zu entscheiden, wo ihr Kind am besten gefördert werden kann. Schulische Inklusion gegen den Willen von Eltern und betroffenen Schülerinnen und Schülern lehnen wir ab. Die inklusive Schule ist für alle Beteiligten herausfordernd. Deren Rahmenbedingungen müssen so gestaltet sein, dass Inklusion gelingen kann. Dazu gehören ausreichend fortgebildete Lehrkräfte, genügend Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, kleine Lerngruppen sowie Differenzierungsräume. Es wird weiterhin Förderschulen für alle Formen ohne Einschränkungen geben.

Für uns ist klar:

  • Wir werden ein einjähriges Moratorium der Inklusion in den niedersächsischen Schulen umsetzen. Wir werden diese Zeit nutzen, um festzulegen, wie wir mit den vorhandenen Ressourcen umgehen und, wie das sich immer stärker abzeichnende Fehlen von Förderschullehrkräften an unseren Schulen gelöst werden kann.
  • EineCDU geführte Landesregierung wird die Auflösung der Förderschulen, insbesondere im Sekundarbereich I des Schwerpunktes Lernen, umgehend, spätestens aber zum neuen Schuljahr 2018/2019 beenden.
  • Neben der inklusiven Schule werden weiterhin spezialisierte Förderschulen bestehen, einschließlich eines Angebotes im Bereich des Förderschwerpunktes Lernen. Die Förderschulen Sprache werden als eigene Förderschulform wieder in das Niedersächsische Schulgesetz aufgenommen. Damit werden wir die echte Wahlfreiheit für Eltern und schulpflichtige Kinder mit Behinderung wiederherstellen und dem Kindeswohl den gebührenden Platz einräumen.
  • Der Einsatz von Integrationshelfern, die einzelne Schülerinnen und Schüler in Schulklassen begleiten, muss ressortübergreifend sinnvoll gesteuert werden. Mit einer neuen Konzeption stellen wir dieses Modell auf eine zukunftsfähige Basis.

Das von der jetzigen Landesregierung entworfene Modell Regionaler Beratungs- und Unterstützungszentren Inklusion (RZI) wird beendet. RZI sind reine Verwaltungseinheiten ohne Unterricht und ohne Schülerinnen und Schüler und Teil der Niedersächsischen Landesschulbehörde.

Für uns steht fest:

  • Wir werden möglichst vielen Landkreisen und kreisfreien Städten ermöglichen, Förderzentren zu Förderschulzentren weiterzuentwickeln. Damit werden wir ein guterreichbares Regionalnetz von bis zu 150 Förderschulzentren im Land aufbauen. Förderschulzentren vereinigen alle Förderschwerpunkte unter einem Dach. Diesehochleistungsfähigen Förderschulzentren bieten allen Schülerinnen und Schülern, unabhängig vom Förderschwerpunkt, als Schule einen geschützten Raum und sorgen alsmultiprofessionelles Zentrum sowohl für guten Förderschulunterricht als auch für hochwertige Unterstützung in allen Schulen Niedersachsens. Die Förderschulzentren arbeiten eng mit den allgemeinbildenden Schulen und den berufsbildenden Schulen zusammen. Die ortsnahen Förderschulzentren bieten den Schulträgern Grundlage für eine verlässliche Schulentwicklungsplanung, die sich den regionalen Strukturen vor Ort anpasstund die die erforderliche optimale Vernetzung aller am Erziehungsprozess des Kindesbeteiligten Personen garantiert. Die Einbeziehung der Jugend- und Sozialämter ist dabei unerlässlich.

 

  1. Unsere Schulen brauchen Ruhe – und gute Lehrkräfte!

Frühere Debatten um die beste oder gar überlegene Schulstruktur führten oftmals zu Veränderungen, die die Schulen belasteten und nicht zur Qualitätsverbesserung von Unterricht beitrugen. So etwas wird es mit uns nicht mehr geben. Stattdessen werden wir uns in unserer Ausrichtung auf die Bildungsqualität und auf das Beratungs- und Unterstützungssystem von guter Schule konzentrieren. Niedersachsens Schulen benötigen Stabilität und Kontinuität. Keine Schule wird bevorzugt, keine Schule wird benachteiligt, alle Schulen werden künftig gleichbehandelt. Wir setzen auf die Vielfalt des Schulangebots und auf die Wahlfreiheit der Eltern. Sie wissen oft am besten, welcher Bildungsweg für ihr Kind wirklich geeignet ist. Zum Erhalt der Schulvielfalt werden wir garantieren, dass jeder Schulträger, der eine Gesamtschule errichtet, auch weiterhin Gymnasien sowie Haupt- und Realschulen bzw. Oberschulen in seinem Gebiet vorhalten muss. Ebenso kommt es auf die Lehrkräfte an. Guter Unterricht gelingt nur mit gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern. Wir setzen auf den Dialog mit den Lehrkräften, um unsere Schulen weiterzuentwickeln. Lehrerinnen und Lehrer verdienen unsere volle Unterstützung und Wertschätzung bei der Ausübung ihres Berufs.

  • Wir wollen die Attraktivität des Lehrerberufs steigern, um noch mehr junge, motivierte Lehrkräfte zu gewinnen. Darum werden wir eine Profil-Offensive für den Lehrerberuf auf den Weg bringen, insbesondere für die MINT-Fächer. Dafür werden wir jährlich 1 Mio. Euro einsetzen. Wir wollen ferner eine Fachlehrerprämie einführen, um damit Abiturienten für ein lehramtsbezogenes Studium in MINT-Fächern zu gewinnen.
  • Schulleitung ist ein eigenes Berufsbild. Jede Schulleiterin und jeder Schulleiter muss besser auf seine Aufgaben vorbereitet werden. Alle Schulleitungen müssen zudem stärker von Verwaltungsaufgaben entlastet werden.
  • Der Beruf Schulleitung erhält eine eigene Systematik in der Fort- und Weiterbildung.
  • In einem Modellversuch „Verwaltungspersonal an allgemeinbildenden Schulen“ werden wir den Einsatz von Verwaltungsleitungen an 10 großen allgemeinbildenden Schulen zur Unterstützung und Entlastung der Schulleitungen erproben.
  • Schulsozialarbeit ergänzt die Arbeit der Lehrkräfte. An allen Schulen Niedersachsens wird die schulische Sozialarbeit in Landesverantwortung ausgebaut. Das Unterstützungssystem verbessert die Bildungschancen unserer Kinder und Jugendlichen. Wir setzen uns für ein Stufenprogramm zum Ausbau der schulischen Sozialarbeit an allen Schulformen ein, unabhängig davon, ob die Schulen Ganztagsschulen sind oder nicht. Dafür wollen wir jährlich zusätzlich jeweils 8 Mio. Euro einsetzen. Grundschulen, Förderschulen und Gymnasien dürfen bei der Einstellung von Schulsozialarbeitern nicht benachteiligt werden.
  • Praktiker aus anderen Berufen als Quereinsteiger in den Lehrerberuf sind eine Bereicherung für unsere Schulen. Die Übernahme berufserfahrener Meister in berufsbildende Schulen werden wir ermöglichen, um den Lehrermangel besonders im technischen Bereich zu bekämpfen. Außerdem wollen wir das Anerkennungsverfahren für Quereinsteiger vereinfachen und dadurch beschleunigen.

 

  1. Leistung wird sich wieder lohnen!

Eine weitere Absenkung der Leistungsstandards an unseren Schulen gilt es zu stoppen:

  • Die pädagogische Option des Wiederholens einer Klassenstufe ist sinnvoll. Die bestehenden Regelungen sollen nicht weiter aufgeweicht werden. Schülerinnen und Schüler, die in ihrer jeweiligen Entwicklungsphase überfordert sind, müssen im Einzelfall die Chance eines Neustarts erhalten.
  • Wir werden die Stundenzahl im 11. Schuljahrgang der Gymnasien wie im früheren G9 wieder auf 32 Wochenstunden anheben. Stundenkürzungen in Kernfächern, insbesondere im MINTBereich, und der Verzicht auf die zweite Fremdsprache in der gymnasialen Oberstufe gefährden die Zukunftschancen unserer Abiturientinnen und Abiturienten.
  • Die Schulinspektion in Niedersachsen wird sich künftig schwerpunktmäßig auf die Unterrichtsqualität konzentrieren. Die externe Evaluation unserer Schulen wird weiterhin möglich sein.

 

  1. Selbstbestimmtes Denken und Handeln in der digitalisierten Welt!

Das Lernen mit digitalen Medien wird persönlich-kommunikative Lernformen nicht ersetzen, sondern ergänzen. Kinder und Jugendliche benötigen jedoch eine vertiefte digitale Bildung als Teil ihrer Bildung und Erziehung. Unser Bildungsziel ist dabei die Fähigkeit und Bereitschaft zu selbstbestimmtem Denken und Handeln in einer künftig stärker digitalisierten Welt. Digitale Bildung heißt, dass die Grundlagen der digitalen Welt in der Schule gelehrt werden. Dabei gilt: Neue Technologien müssen mit der Unterrichtsdidaktik und mit den Unterrichtszielen in Einklang gebracht werden. Die Lehrpläne müssen kontinuierlich den Entwicklungen der Digitalisierung angepasst werden.

Es ist davon auszugehen, dass die „Initiative DigitalPakt#D“ des Bundes innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einer erheblichen Verbesserung der digitalen Infrastruktur aller Schulen in Niedersachsen führen wird. Aber auch das Land muss seinen Teil dazu beitragen, dass Niedersachsen digitales Bildungsfortschrittsland werden kann. Daher werden wir eine Digital-Offensive für Niedersachsens Schulen mit folgenden Elementen auf den Weg bringen:

  • Gigabit für alle Schulen: Das Land und die Schulträger schaffen gemeinsam die notwendigeInfrastruktur. In einem ersten Schritt werden wir die Bereitstellung eines verlässlichenWLAN-Netzes an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen in Angriff nehmen.Ergänzend setzen wir auf die inhaltliche Gestaltung und Ausweitung der (modellhaft nur anwenigen Schulen eingesetzten) Bildungscloud.
  • Mit einer Fortbildungsoffensive werden wir innerhalb von fünf Jahren alle Lehrkräfte in den Stand setzen, mit digitalen Medien unterrichten zu können. Dabei steht die Technik unter dem Primat der Didaktik, der Unterrichtsziele und der Kompetenzen. Die Kerncurriculamüssen querliegend zu den Unterrichtsfächern den Entwicklungen in der Digitalisierungangepasst werden.
  • Service, Inhalte, Konzepte und notwendige Daten werden in der Bildungscloud allen Schulen des Landes zur Verfügung gestellt.
  • Mit einer Informatikoffensive werden wir stufenweise ab 2020 an allen Schulformen ab dem 5. Schuljahrgang Informatikunterricht anbieten.
  • Mit einer „Log-In-Offensive“ werden wir in den nächsten fünf Jahren erreichen, dass Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen flächendeckend in Niedersachsen ab Klasse 5 im Unterricht mit Laptop oder Tablet arbeiten können. Hierfür können die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Geräte nutzen, sofern diese den notwendigen Grundanforderungen dafür entsprechen. Alternativ werden die Geräte durch die Schule gestellt.

 

  1. Frühkindliche Bildung ohne Elternbeiträge verbessern!

Bildung beginnt bereits vor der Grundschule. Krippe und Kita sind wichtiger Teil des Bildungsprozesses. Familien in Niedersachsen wünschen sich offenbar immer häufiger, dass Kinder bei den qualifizierten Fachkräften in den Kindertagesstätten oder in der Kindertagespflege in besten Händen sind. Deshalb gilt:

  • Die Elternbeiträge in Kindergärten in Niedersachsen zum Kita-Jahr 2018/2019 abschaffen. Dabei wird ein fairer Ausgleich mit den kommunalen Trägern garantiert. Es gilt das Prinzip der Konnexität. Für uns steht der kostenfreie und freiwillige Besuch von Kindergärten im Mittelpunkt der Bildungsziele im frühkindlichen Bereich.
  • Wir wollen den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz überall in Niedersachsen umsetzen. Wenn die Förderprogramme des Bundes nicht ausreichen, werden wir Landesmittel einsetzen, um Investitionen in frühkindliche Bildung in den Kommunen zu fördern.
  • Der Arbeitsort der Eltern und der Betreuungsort eines Kindes sollen möglichst nah beieinanderliegen. Betriebskindergärten und –krippen werden daher künftig besonders gefördert. Dies gilt insbesondere auch für Kooperationen kleinerer Betriebe aus Handwerk und Mittelstand.
  • Wir sorgen für verlässliche und flexibel dem regionalen Arbeitsmarkt angepasste Öffnungszeiten zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Betreuungszeit in den Randzeiten muss landesweit verbessert werden. Ferner soll der Betreuungsschlüssel im Kindergarten schrittweise verbessert werden.
  • In Niedersachsen werden wir Kinder- und Familienzentren neu aufstellen. Ziel ist es, dass Eltern und Erziehungsberechtigte vor dem Hintergrund der besseren Vereinbarkeit von Familienleben und Berufstätigkeit umfassender und bedarfsgerechter unterstützt werden.
  • Um dem Fachkräftemangel der Erzieher entgegen zu wirken, werden wir eine duale Erzieherausbildung einführen. Eine Dualisierung sorgt zudem für einen besseren Betreuungsschlüssel. Dieses kann durch folgende Maßnahmen gelingen:
  • Ausbildungsvertrag beim Träger,
  • Vergütung während der Ausbildung,
  • Verkürzung der Ausbildung von vier auf drei Jahre,
  • höherer Praxisanteil, Arbeit mit dem Kind.
  • Mit anschließender einjähriger berufsbegleitender Weiterbildung kann die Fachhochschulreife erworben werden.
    • Zur Reform der Erzieherausbildung werden wir eine KMK-Initiative starten.
    • Wir werden eine Quereinsteigeroffensive für Fachkräfte in Kitas starten.
    • In Kindertagesstätten muss das Erlernen der deutschen Sprache klar Vorrang vor herkunftssprachlicher Förderung haben.

 

  1. Guter Schul-Start für alle Kinder mit starken Grundschulen im ganzen Land!

Viele niedersächsische Grundschulen leiden unter zu großen Klassen, Lehrermangel oder unbesetzten Rektorenstellen. Wir wollen unsere Grundschulen stärken.

  • Mit einem „Zukunftsvertrag Grundschule“ wollen wir die Kommunen beim Erhalt wohnortnaher Grundschulen unterstützen. Gerade für Grundschülerinnen und Grundschüler muss das Prinzip „Kurze Wege für kurze Beine“ weiter gelten.
  • Wir wollen den Einschulungszeitpunkt flexibilisieren. Die Entscheidung darüber liegt grundsätzlich bei den Eltern. Die Einschulung kann so pädagogisch sinnvoller auf den Entwicklungsstand des Kindes angepasst werden.
  • Wir wollen in allen Grundschulen wieder Noten ab dem 3. Schuljahrgang einführen sowie den Eltern für ihr Kind am Ende der Grundschulzeit eine Schullaufbahnempfehlung mit auf den Weg geben.
  • Wir wollen, dass alle Kinder am Ende der Grundschulzeit die grundlegenden Rechtschreibregeln beherrschen. Die Lernmethode „Schreiben nach Gehör“ lehnen wir ab.

Lesen, Schreiben, Rechnen werden künftig in den jeweiligen Kerncurricula wieder stärker gewichtet werden. Grundschulen sollen wieder mehr Zeit für übendes und vertiefendes Lernen erhalten.

  • Wir wollen Schulleiterinnen und Schulleiter an Grundschulen stärken. Wer eine Schulleiterstelle an einer einzügigen Grundschule im ländlichen Raum annimmt, soll für die ersten fünf Jahre eine Prämie in Höhe von 250 Euro als monatlichen Zuschlag zur regulären Besoldung erhalten. Gleiches wollen wir an sogenannten „Brennpunktschulen“ in größeren Städten ermöglichen.
  • Keine Schulleitung unterrichtet künftig mehr als 15 Unterrichtsstunden.
  • Eine Schulleitung ist mindestens in der Besoldung A 13 eingruppiert.
  • Für die Schulträger kleiner Schulen, die bislang keine oder kaum Verwaltungsunterstützung erhalten, schaffen wir finanzielle Anreize zur Bildung von Schulverbünden. Innerhalb der  erbünde wollen wir Vertretungspools zur Abfederung von Stundenausfällen bilden und den Einsatz von Schulsekretärinnen bündeln. In der Folge ist dann eine Stellenbesoldung für mehrere Schulleitungen nach A 14 möglich.
  • An Grundschulen, die über Außenstellen verfügen, werden wir eine Lehrkraft als Konrektor einstufen.

Dies dient der Stärkung kleiner Standorte insbesondere im ländlichen Raum.

 

     8. Die Vielfalt unseres Schulsystems bietet allen eine Chance!

Das differenzierte und vielfältige weiterführende Schulsystem mit Hauptschulen, Realschulen, Oberschulen, Gesamtschulen, Gymnasien, Förderschulen und den Berufsbildenden Schulen (BBS) bietet die besten Voraussetzungen, um jedem Schüler ein individuelles Bildungsangebot zu unterbreiten. Um den Weg von der Schule in die Ausbildung weiter zu verbessern, planen wir folgende Maßnahmen:

  • Die Zeit zwischen den Zeugniskonferenzen und der Zeugnisvergabe wird künftig an den weiterführenden Schulen verpflichtend zur Berufsorientierung und zur Studien- undBerufsvorbereitung genutzt.
  • Alle weiterführenden Schulen sollen verstärkt und enger mit beruflichen Schulen, der regionalen Wirtschaft, den Handwerkskammern sowie den Industrie- und Handelskammern der jeweiligen Region zusammenarbeiten, um den Übergang in die Berufspraxis zu erleichtern.
  • Die Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen wird regional künftig besser durch die Expertise der regionalen BBS unterstützt. Die BBS stellen regelmäßig das Ausbildungsangebot in allen Schulen ihres regionalen Einzugsbereiches vor. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Angeboten der dualen Ausbildung.
  • Alle Schulen, die zu Hochschulzugangsberechtigungen führen, vernetzen sich besser und kooperieren stärker mit Universitäten und Hochschulen, um frühzeitig auf deren Anforderungen vorzubereiten.

 

  1. Berufliche Bildung als Garant für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses!

Basis der Beruflichen Bildung bleibt das duale System der Ausbildung in den Unternehmen, Handwerksbetrieben und Berufsbildenden Schulen.

Die BBS soll künftig stärker als bisher Teil des regionalen Wirtschaftsstandortes werden. Das bedeutet die Wiederbelebung des ursprünglichen Gedankens aus dem Schulversuch „Projekt Berufsbildende Schulen als regionale Kompetenzzentren“ (ProReKo). Zudem soll eine enge Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaftsförderung der Kommune dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Eine regionale Berufsschule darf in ihrem Einzugsbereich zudem nicht an den Grenzen des Schulträgers enden. Unser Ziel ist es, die duale Ausbildung weiter voranzubringen, um dem akuten Fachkräftemangel schneller zu begegnen. Das bedeutet:

  • Die Kompetenzen und Ressourcen der BBS umfassend zu nutzen.
  • Wir werden die schulische Berufsorientierung neu ausrichten, denn die Schüler benötigen einen breiten und tiefen Einblick in die praktische Berufswelt.
  • Die fachgebundene Studienberechtigung wird durch eine duale Ausbildung abgesichert.Durch zusätzliche freiwillige Unterrichtsmodule zum Berufsschulunterricht wird es Schülern ermöglicht, die Zugangsberechtigung für ein fachgebundenes Studium zu erhalten. So wird die duale Ausbildung zu einer attraktiven Alternative zum längeren Schulbesuch.
  • Die Stellenstreichungen an berufsbildenden Schulen werden als Voraussetzung für die Qualitätsentwicklung der berufsbildenden Schulen ab dem Schuljahr 2018/2019 umgehend zurückgenommen.

 

  1. Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt – Fachkräftezuwanderung nutzen!

Die Fachkräftesicherung bleibt angesichts der stetig wachsenden Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften und aufgrund des demografischen Wandels eine der größten Herausforderungen für Niedersachen. Wir wollen inländische Potenziale fördern und treten zugleich für eine qualifizierte Einwanderung aus Drittstaaten ein. Die Einwanderung von qualifizierten Fachkräften hilft uns zumindest teilweise, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand für die Zukunft zu sichern. Hierzu wollen wir auch die Anerkennung von Studien- und Berufsabschlüssen im Ausland hier vor Ort weiter verbessern.

Wir setzen auf eine qualifizierte Einwanderung aus der Europäischen Union im Rahmen der EU Freizügigkeit. Dabei wird die enge Bindung der Einwanderung an den tatsächlichen Bedarf auf dem deutschen Arbeitsmarkt vorausgesetzt. Einer Einwanderung indes, die darauf gerichtet ist, die sozialen Sicherungssysteme unseres Landes auszunutzen, treten wir entschieden entgegen. Wir werden daher:

  • gesteuerte Zuwanderung gestalten,
  • für die klügsten Köpfe der Welt attraktiv sein,
  • qualifizierte Fachkräfte für Niedersachsen sichern,
  • EU Zuwanderung gegen den Fachkräftemangel nutzen,
  • Anerkennung von Studien- und Berufsabschlüssen im Ausland erleichtern.

Gleichzeitig benötigen wir flexible Unterstützungsangebote für Migranten in der Ausbildung. Bei großen Defiziten in der Schulbildung werden wir für anerkannte Flüchtlinge eine Schulpflicht bis zum 25. Lebensjahr gesetzlich absichern, um sie für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen. Zudem erfordert es individuelle Arbeits- und Ausbildungsangebote für Migrantinnen und Migranten, um dem regionalen Fachkräftemangel mit Flüchtlingen zu begegnen. Dafür werden die regionalen Koordinierungsstellen für Migration und Teilhabe der Landkreise genutzt. Bessere Bildungschancen sind unsere Zukunft. Bildung schafft Zukunft. Wir müssen es nicht wollen, sondern auch machen. So bringen wir unsere Bildung in Niedersachsen nach vorne

http://cdu-niedersachsen.de/besser-lernen-und-niedersachsens-zukunft-gestalten/

vom 24.05.2017

 

19.5.2017: Besuch der BBS Springe – Gespräch mit Schulleiter Michael Krampe

Pressemitteilung Luhm

Springe, 19.5.2017: „Allein gelassen von der Kultusministerin“ – Besuch des CDU-Landtagskandidaten Torsten Luhm bei der Berufsbildenden Schule in Springe
Im heutigen Gespräch mit Schulleiter Michael Krampe wurde sehr schnell deutlich, dass eine Unterrichtsversorgung von nur knapp 85 % nicht von ungefähr kommt! „Gute engagierte Arbeit des Lehrerkollegiums, aber dennoch keine Erhöhung der Stellen im BBS Bereich. Im Gegenteil, die Stellen an Berufsbildenden Schulen sind landesweit in den letzten Jahren um über 400 Stellen gesunken“, so Krampe.
„Man hat das Gefühl, die Kultusministerin hat die BBS’en total aus den Blick verloren“, so Luhm bei seinem Besuch. Traurig, und hier muss gegengesteuert werden. Die Berufsbildenden Schulen dürfen gesellschaftlich und vor allen Dingen nicht im Kultusministerium in Hannover in Vergessenheit geraten.

Allein für die Situation junger Flüchtlinge engagiert sich die Schule in besonderer Weise. Sogenannte „Sprintklassen“ zur Sprachförderung wurden eingerichtet. Ziel ist es hierbei, junge Flüchtlinge möglichst schnell und intensiv mit der deutschen Sprache, dem Kultur- und Berufsleben vertraut zu machen. „Das gelingt an der BBS in Springe bestens“, betonte der Schulleiter im Gespräch mit dem Landtagskandidaten. „Die Stimmung im Kollegium ist gut. Alle sind motiviert und tragen zu einer guten Ausbildung in den verschiedensten Berufsbereichen bei“, so Krampe. Die BBS ist eine wachsende Schule und kommt mit mittlerweile rund 2800 Schülern räumlich total an seine Grenzen. Mehr geht nicht, davon konnte sich Luhm überzeugen.
Geplant hat der CDU-Landtagskandidat, bei nächster Gelegenheit den Spitzenkandidaten der CDU für die Landtagswahl, Bernd Althusmann, auf die Vernachlässigung der Berufsbildenden Schulen durch die Kultusministerin anzusprechen. „Vielleicht lässt sich auch ein Besuch und Gespräch vor Ort zwischen Schulleitung und dem CDU Spitzenkandidaten Althusmann arrangieren“, so Luhm zum Abschluß des Gespräches mit Schulleiter Krampe.

 

11.5.2017 – Besuch der KGS Hemmingen im Wahlkreis 35

Heute habe ich , begleitet von der CDU Stadtverbandsvorsitzenden von Hemmingen, Frau Barbara Konze, und Allan Szymanski, Mitglied der Jungen Union (JU) Hemmingen, die KGS Hemmingen besucht. Empfangen hat uns der Schulleiter der Schule, Herr Dieter Driller-van Loo. Ich wollte hören, „wo der Schuh drückt“ und mir ein Bild von der KGS Hemmingen machen.

„Die Unterrichtsversorgung an der Schule wird ab Sommer wieder 100% betragen“, so Driller-van Loo gleich zu Beginn des Gespräches , uns gegenüber. Dies ist erfreulich und allein für diese gute Nachricht hätte sich der Besuch schon gelohnt.Dennoch gab es auch von Herausforderungen zu berichten. Rund 30 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf, u.a. Sehbehinderte und Hörgeschädigte, besuchen die Schule und werden inklusiv unterrichtet. Die Inklusion stellt große Herausforderungen an die Schule, an die Lehrkräfte und insbesondere an die Förderschullehrer. Diese sind oftmals nur mit einer geringen Stundenzahl abgeordnet, fühlen sich somit auch nicht zu 100% der Schule zugehörig, und das macht das Thema Inklusion für alle Beteiligten nicht leichter. Der Schulelternrat hatte sich mit dieser Problematik bereits in der Vergangenheit an die Kultusministerin Heiligenstadt gewandt.

Zum Thema Schulauslastung berichte der Schuleiter: „Aktuell besuchen rund 1550 Schüler unsere Schule. Von den Räumlichkeiten ist die Schule aber nur für maximal 1300 Schüler ausgelegt. Auch die Inklusion fordert weitere Räumlichkeiten, die wir nicht haben“, so Driller-van Loo. Das Thema möchte er in guter und ruhiger Atmosphäre, solange er noch aktiv als Schulleiter im Dienst ist, mit den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung besprechen, so Driller-van Loo. Da die Zeit für weitere Themen nicht ausreichte habe ich mich mit dem Schulleiter zu einem Fortsetzungstermin im Herbst diesen Jahres verabredet.

10.5.2017 – Besuch der Waldorfschule Sorsum / Austausch mit Schülerinnen und Schülern der 11.und 12. Klassen

Die Schulleitung der Waldorfschule hatte vor geraumer Zeit die Parteien von SPD, FDP, Bündnis 90/ Die Grünen und CDU zum Kennenlernen der Schule, zum Austausch über grundsätzliche Fragen zur Finanzierung der Schule, zu Schulelternbeiträgen und zur anschließenden Gesprächsrunde mit den Schülerinnen und Schülern eingeladen. Ein wichtiger Termin der immer wieder in der Presse angekündigt wurde!

Gemeinsam mit Lisa Tillinger, Vorsitzende der Jungen Union Springe, machte ich mich auf den Weg. Wir bekamen zuerst eine Führung von drei Schülern samt Lehrer über das Gelände der Waldorfschule und des Kindergartens. Beeindruckend, gerade auch die vielen handwerklichen Möglichkeiten, die den Schülerinnen und Schülern jeder Altersklasse angeboten werden.

Total ärgerlich ist, dass der schulpolitische Sprecher der SPD im Niedersächsischen Landtag, Stefan Politze, kurzfristig abgesagt hatte und sich auch um keinerlei Ersatz gekümmert hat. So bleiben weiterhin wichtige Fragen der Schulfinanzierung für die Schule in freier Trägerschaft unbeantwortet. Die Schulleitung hat dies in einem Brief an Herrn Politze auch nochmals deutlich gemacht.

Ich stelle mir Verantwortung für meine Schulen im Wahlkreis anders vor!

P.S. die Gesprächsrunde mit den Schülerinnen und Schülern war super. Gemeinsam mit den Kolleginnen von FDP, Bündnis 90/ Die Grünen, Frau Bruns und Frau Asendorf, haben wir „unseren Weg in die Politik“ dargestellt und anschließend aktuelle Fragen zu politischen Themen im Großen und Kleinen „versucht“ 🙂  zu beantworten.

3.5.2017 – Unterrichtsversorgung an unseren Schulen – hier: Berufsbildende Schule (BBS) in Springe…

Aktuell besuche in Schulen meines Wahlkreises, möchte sie kennenlernen und hören „wo der Schuh drückt“. Die BBS Springe werde ich am 19.5.2017 besuchen um u.a. mit dem Schulleiter, Herrn OStD Krampe, über das Thema Unterrichtsversorgung zu sprechen!